Mannheim. Seit Wochen werden Kandidaten gehandelt. Alles dreht sich nur um eine Frage: Wer wird in der nächsten Saison Torwart bei den Rhein-Neckar Löwen? Der Handball-Bundesligist sucht einen Nachfolger für Slawomir Szmal, der 2011 zu Vive Kielce wechselt. „Wir werden wohl im Dezember den neuen Torwart präsentieren“, sagt Manager Thorsten Storm.
Kronau/Östringen. Mit Zettel und Stift bewaffnet wird sich Gudmundur Gudmundsson heute Abend im Fernsehen das Topspiel der Handball-Bundesliga zwischen dem HSV Hamburg und Titelverteidiger THW Kiel anschauen. Auf einen Tipp will sich der Coach der Rhein-Neckar Löwen nicht festlegen. Ein Wunschergebnis hat der Isländer aber allemal. „Ein Unentschieden wäre nicht schlecht“, meint der Coach des badischen Erstligisten, der am Sonntag durch die bittere 31:32-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt einen herben Dämpfer im Titelrennen erhalten hatte.
Flensburg. Es war alles wie immer. Die großen Spiele gewinnen die anderen Teams und nicht die Rhein-Neckar Löwen. Wenn es ernst wird, wenn es um die wichtigen Siege geht, wenn die Gegner einem auf Augenhöhe begegnen – dann verlassen die Gelbhemden das Feld als Verlierer. Ausgerechnet gegen die Großen wirken die Badener gehemmt, in den Köpfen macht es nicht „klick“. Das 31:32 (16:16) bei der SG Flensburg-Handewitt war die dritte Niederlage in Folge gegen die Norddeutschen. Und die kommenden Aufgaben werden noch schwerer: Es geht gegen den THW Kiel und den HSV Hamburg. In der vergangenen Saison verloren die Löwen alle Partien gegen diese Klubs. „Das war kein guter Auftakt für die wichtigen nächsten Wochen“, gab Patrick Groetzki zu: „Trotzdem können wir den HSV und den THW schlagen.“
Heidelberg. Die Stimmung war gedrückt, richtig schlecht. Die Löwen hatten einen Kater. Gestern, bei der Rückreise, beim Heimflug in Richtung Süden. Als vermeintliche Helden waren die Rhein-Neckar Löwen am Samstag in den hohen Norden angereist, als abgestürzte Gipfelstürmer kehrten sie zurück.Manager Thorsten Storm merkte man die Enttäuschung an.
Ein bis zuletzt spannendes Spiel sahen die knapp 200 Zuschauer am Freitagabend in der Östringer Stadthalle. Die SG Kronau/Östringen II empfing den Tabellenneunten TV Willstätt und gewann knapp, aber verdient mit 33:32 (19:17). Die Gäste hatten zwei Mal kurz die Nase vorne (3:4 und 4:5), doch ab der neunten Minute blieb ihnen nur noch die Rückenansicht der Gelben. Über 10:7 (15.) und 15:11 (22.) verlief der erste Abschnitt bis zur Pause (19:17) unspektakulär.
Flensburg. Die Rückkehr in den hohen Norden hatte sich Thorsten Storm ganz anders vorgestellt. Viele Jahre war der Manager der Rhein-Neckar Löwen bei der SG Flensburg-Handewitt tätig. „Natürlich hätte ich an alter Wirkungsstätte liebend gerne gewonnen. Aber dafür waren wir einfach nicht gut genug“, gab Storm zu. Mit 31:32 (16:16) unterlag der badische Handball-Bundesligist in der Campushalle und setzte den Start in die Wochen der Wahrheit in den Sand.
Flensburg. Als misslungen kann man den Auftritt der Rhein-Neckar-Löwen bei der SG Flensburg-Handewitt nicht bezeichnen. Aber nach dem Abpfiff überwog dennoch der Frust. Statt eines Signals für die anstehenden schweren Wochen stand unter dem Strich eine 31:32 (16:16)-Niederlage.
Flensburg/Karlsruhe (da). Der erhoffte Sprung an die Tabellenspitze war nach dem schlechteren Ende in einem wahren Handball-Krimi verpasst. Einige Spieler der Rhein-Neckar Löwen kauerten nach der 31:32(16:16)-Niederlage enttäuscht auf dem Parkett der Flensburger Campushalle, während sich das glückliche Heimteam vor der Tribüne aufreihte und die Ovationen der Fans genoss.
Flensburg. Sie schlossen sich in die Arme, tanzten, drehten sich sekundenlang im Kreis. Hüpfend und grinsend. Aber es waren die Falschen. Die Schwarzen, nicht die Gelben. Nicht die Rhein-Neckar Löwen, sondern die SG Flensburg-Handewitt. Börge Lund und Co. schlichen derweil aus der Campushalle. Der Blick leer, die Schultern hängend. Ein badisches Trauerspiel war’s, eine 31:32 (16:16)-Niederlage im hohen Norden. In solchen Momenten fällt es schwer zu reden. Thorsten Storm, der Manager der Löwen, tat es trotzdem. Er sprach Klartext: „Die Enttäuschung ist sehr groß – bei uns allen“, gestand er: „Diese Niederlage tut richtig weh, aber sie war sicher nicht unverdient.“
Wieder keine Zähler an der Förde- Trotz großem Kampf haben die Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga ihre zweite Saisonniederlage einstecken müssen. In der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flensburger Campushalle musste sich das Team von Gudmundur Gudmundsson der SG Flensburg/Handewitt knapp mit 31:32 (16:16) geschlagen geben. Dass die Löwen dieses Jahr erneut ohne Punkte aus dem hohen Norden nach Hause reisen müssen, lag unterm Strich daran, dass sie sich zum Einen in der Abwehr zu viele Fehler erlaubten, zum Anderen sorgten einige strittige Entscheidungen der Schiedsrichter für Unmut im Löwenlager. Dadurch wurde auch die Aufholjagd in der Schlussphase, als die Löwen einen 25:29-Rückstand egalisierten, am Ende nicht belohnt. Durch diese Niederlage verpassten die Gelb-Blauen den Sprung auf Platz eins in der Liga und müssen ausgerechnet vor der Champions League-Begegnung beim THW Kiel einen Rückschlag im Rennen um die Tabellenspitze hinnehmen. Nach der Partie hat Radio Regenbogen mit Andy Schmid, Gudmundur Gudmundsson und Thorsten Storm gesprochen.
Die Rhein-Neckar Löwen haben die Wochen der Wahrheit mit einer Niederlage eingeläutet: Die Badener unterlagen am Sonntag bei der SG Flensburg-Handewitt mit 31:32 (16:16) und quittierten damit die Minuspunkte vier und fünf in der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Campushalle. Trainer Guðmundur Guðmundsson bilanzierte nach der ersten Pleite unter seiner Regie: „Wir wussten, was uns hier erwartet und haben sehr gut angefangen. Dann haben wir nach dem Wechsel etwa fünf bis sieben Minuten sehr unkonzentriert geworfen. Damit hat es am Ende nicht zu etwas Zählbaren gereicht. Natürlich sind wir enttäuscht über die Niederlage. Aber die Mannschaft hat eine tolle Moral und Charakter gezeigt.“
Samstagmittag, nach dem morgendlichen Training in Kronau, setzten sich die Rhein-Neckar Löwen in Richtung Flensburg in Bewegung. Bei der SG Flensburg-Handewitt starten die Badener am Sonntag (17:30 Uhr, live bei Sport1) in heiße Wochen, denn nach dem Duell an der Förde warten in der Liga mit dem HSV Hamburg, dem THW Kiel und dem VfL Gummersbach weitere Topteams, zusätzlich geht es in der Champions League zwei Mal gegen den THW sowie den RK Celje. Daran verschwendet Guðmundur Guðmundsson jetzt allerdings noch keinen Gedanken, den Fokus hat der Löwen-Coach auf die Aufgabe in der Campushalle gerichtet, wie er im Interview verrät.