Mannheim. Marathonlauf. Ein Wort, das mit dem Job von Gudmundur Gudmundsson auf den ersten Blick eigentlich nichts zu tun hat. Gudmi ist Handball-Trainer, ein echter Fachmann zwischen den Kreisen. Trotzdem kramt es der starke Mann bei den Rhein-Neckar Löwen in den letzten Wochen immer wieder gerne heraus. Als Vergleich. Und der passt: Am Samstag ging der Harzball-Dauerlauf weiter.
MANNHEIM. Das nennt man wohl einen perfekten Spieltag für die Rhein-Neckar Löwen. Erst landeten die Badener mit dem eindrucksvollen 37:19 gegen die TSV Hannover-Burgdorf den zwölften Heimsieg in Folge, untermauerten damit Platz zwei in der Bundesliga-Tabelle – und am späten Samstagabend erreichte sie dann noch die Nachricht von der Kieler Niederlage in Melsungen. Plötzlich sind es nur noch drei Punkte Rückstand auf den Branchenführer – und nach dem Gipfeltreffen beider Teams am 16. April hat der THW schließlich noch die schweren Heimspiele gegen Flensburg und Berlin vor der Brust.
Dass Niklas Landin ein Weltklasse-Torwart ist, hat keinen Neuigkeitswert. Doch beim 37:19 (18:7) gegen Hannover wuchs der Keeper der Rhein-Neckar Löwen nochmals über sich selbst hinaus.
(ad) Vier Bundesligaduelle haben die Handballer der Rhein- Neckar Löwen nun nach der Winterpause absolviert und dabei mit vier Siegen eine makellose Bilanz aufzuweisen. Den vierten Ligaerfolg in diesem Jahr holte das Team von Gudmundur Gudmundsson heute abend in der Mannheimer SAP Arena. Der Tabellenzweite bezwang den Siebten TSV Hannover/ Burgdorf mit 37:19 (18:7) und feierte damit den zwölften Heimsieg der Saison.
Das Dutzend ist voll: Die Rhein-Neckar Löwen haben am Samstagabend in der Handball-Bundesliga gegen die TSV Hannover-Burgdorf das zwölfte Heimspiel in Folge in dieser Saison gewonnen. Die Badener, die nun seit einem Jahr zu Hause ungeschlagen sind, gewannen gegen die „Recken“ aus Niedersachsen 37:19. Nach einer klasse ersten Halbzeit hatten die Gelbhemden in der SAP Arena vor 5158 Zuschauern mit 18:7 geführt.
MANNHEIM/HANNOVER.Vereinswechsel sind im Profi-Geschäft an der Tagesordnung, auch dass man deshalb immer wieder auf alte Kollegen trifft, ist keine Ausnahmesituation. Doch manchmal geht das schneller, als man denkt – wie im Fall von Runar Karason. Der Isländer wechselte erst Ende November von den Rhein-Neckar Löwen zum TSV Hannover-Burgdorf, nur etwas mehr als drei Monate später kehrt der 25-Jährige heute Abend (19 Uhr) mit seiner neuen Mannschaft in die SAP Arena zurück.
Heidelberg/Hamburg. Losglück ist anders. Nach dem Hammerlos in der Handball-Champions League, wo die Rhein-Neckar Löwen auf den polnischen Vertreter Vive Kielce treffen, wurde den Badenern gestern das nächste Schwergewicht zugelost: Beim Final Four um den DHB-Pokal in Hamburg, das am 12. und 13. April stattfinden wird, treffen Kapitän Uwe Gensheimer und Co. im Halbfinale auf den deutschen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, der im Vorfeld der Saison immerhin als Topfavorit auf die Meisterschaft gehandelt wurde.
Die Rhein-Neckar Löwen fahren zum insgesamt siebten Mal zum Final Four, zur Endrunde um den DHB-Pokal. Mit einem 40:27-Erfolg im Viertelfinale gegen den Zweitligisten VfL Bad Schwartau haben die Gelbhemden das Ticket nach Hamburg gelöst. Am Samstag, 12. April, werden zunächst die beiden Halbfinals in der Hamburger O2 World ausgetragen.
Heidelberg. Hamburg, 12. und 13. April, die O2-World bebt, ist restlos ausverkauft. Mit dem Final Four steht ein Handball-Fest der Extraklasse an. Es ist der alljährliche Showdown der Pokal-Halbfinalisten. Vier Mannschaften befinden sich momentan noch im Lostopf: Die SG Flensburg-Handewitt, die MT Melsungen, die Füchse Berlin und die Rhein-Neckar Löwen. Bei den Badenern ist die Vorfreude bereits groß. „Für uns“, seufzt Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson, „für uns ist das eine Riesen-Ehre.“
Nach dem Einzug ins Final Four um den DHB-Pokal wartet auf die Rhein-Neckar Löwen am Samstagabend schon die nächste Aufgabe. Die Badener treffen in der Bundesliga auf die TSV Hannover-Burgdorf. Anwurf in der SAP Arena ist um 19 Uhr (Einlass ab 18 Uhr, es gibt noch Tickets an der Abendkasse).
Mannheim. Die Geste von Kreisläufer Bjarte Myrhol auf der Bank war mehr als eindeutig, als Zarko Sesum im Pokal-Viertelfinale gegen den überforderten Zweitligisten VfL Bad Schwartau zum 40:27-Endstand traf.
Vor den entscheidenden Wochen der Saison mit Spielen gegen Mannschaften aus der Tabellennachbarschaft, wartet auf die SG Kronau/Östringen eine spannende Aufgabe. Die Junglöwen müssen am Faschingssamstag ab 20 Uhr beim Tabellenzweiten HSC Coburg antreten. Im Spiel gegen den Meisterschaftsmitfavoriten sind die Geldhemden klare Außenseiter.