Der Weg zur erneuten Teilnahme am Final-Four-Turnier um den Pokalsieg ist für die Rhein-Neckar Löwen dornenreich. Nachdem der Handball-Bundesligist mit dem TV Großwallstadt und MT Melsungen bereits zwei erstklassige Rivalen bezwungen hat, steht ihm im Achtelfinale eine noch härtere Prüfung ins Haus. Für den 14. Dezember wurde den Löwen der deutsche Meister HSV Hamburg zugelost.
Großwallstadt in Runde zwei, Melsungen in Runde drei – und nun der HSV Hamburg. Die Rhein-Neckar Löwen müssen auch im Achtelfinale um den DHB-Pokal gegen einen Bundesliga-Konkurrenten ran. Und das in einem absoluten Top-Duell gegen den deutschen Meister. Das ergab die Auslosung am Sonntag in der Berliner Max-Schmeling-Halle.
Gudmundur Gudmundsson war zufrieden. Der Coach der Rhein-Neckar Löwen wollte sich die Leistung seiner Mannschaft nach dem 33:27 (18:12)-Sieg in der Handball-Bundesliga bei der HSG Wetzlar gestern Abend nicht schlechtreden lassen. „Wir wollten unbedingt gewinnen. Das haben wir von Anfang an gezeigt“, sagte der Isländer.
Die Rhein-Neckar Löwen haben die Hürde bei der HSG Wetzlar sicher genommen und sich durch den 33:27(18:12)-Sieg zunächst den zweiten Platz in der Tabelle der Handball-Bundesliga erobert.
Der Blick von Trainer Gudmundur Gudmundsson entspannte sich schon zwei Minuten vor dem Schlusspfiff. Erleichtert stand der Trainer der Rhein-Neckar Löwen am Spielfeldrand, gelöst schaute er sich das Spiel seiner Mannschaft in der Handball-Bundesliga bei der HSG Wetzlar an. Seine Jungs waren früh auf die Siegerstraße eingebogen, hatten alles im Griff – und gewannen bei den Hessen mit 33:27 (18:12).
Es war ein recht einseitiger Handball-Abend mit einem verdienten Sieger: In der Bundesligabegegnung gegen die HSG Wetzlar ließen die Rhein-Neckar Löwen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie über den qualitativ besseren Kader verfügen und sicherten sich einen unterm Strich ungefährdeten 33:27 (18:12)-Erfolg gegen den Tabellenneunten aus Mittelhessen. Erfolgreichster Werfer der Löwen war Kapitän Uwe Gensheimer mit acht Treffern.
Hessen war in dieser Woche ein gutes Pflaster für die Rhein-Neckar Löwen: Nachdem sich die Badener vor drei Tagen in Kassel gegen die MT Melsungen den Weg Richtung DHB-Pokal-Achtelfinale geebnet hatten, gewann sie nun am Freitagabend die Ligapartie bei der HSG Wetzlar mit 33:27 (18:12). Vor 3515 Zuschauern in der RITTAL-Arena war Uwe Gensheimer mit acht Treffern erfolgreichster Werfer der Löwen, die mit diesem Doppelpack weiter auf Tuchfühlung mit der Spitze bleiben.
In den letzten Tagen warensie bestens gelaunt, die Handballer der Rhein-Neckar Löwen: Am Dienstag löste man in Melsungen das Achtelfinal-Ticket im DHB-Pokal, und auf der Rückfahrt im Bus ließ das Rudel einen hochleben, der es gewöhnt ist, gefeiert zu werden: Uwe Gensheimer, die Tormaschine aus Friedrichsfeld. Doch diesmal hatte es nichts mit seinem Ausnahmekönnen auf der linken Außenbahn zu tun: Gensel feierte am Mittwoch seinen 25. Geburtstag.
Sie wuchsen gemeinsam auf, sie spielten lange Zeit in einer Mannschaft, sie haben großen Respekt voreinander – doch heute (19.45 Uhr) nehmen Philipp Müller von der HSG Wetzlar und sein Zwillingsbruder Michael von den Rhein-Neckar Löwen keine Rücksicht aufeinander, wenn ihre beiden Klubs in der Handball-Bundesliga um Punkte kämpfen. Beide wollen unbedingt gewinnen.
Der Pokalsieg am Dienstag war ein hartes Stück Arbeit. Aber dass Melsungen in dieser Saison ein unangenehmer Gegner ist, wussten die Rhein-Neckar Löwen bereits aus eigener Erfahrung. Nun ist das Team von Trainer Guðmundur Guðmundsson erneut in Hessen zu Gast und trifft am Freitag, 19:45 Uhr, mit vollem Selbstbewusstsein-Tank auf die HSG Wetzlar.
Es war mal wieder einer dieser Handball-Abende, der die Rhein-Neckar Löwen viel Kraft kostete. Auf dem Zahnfleisch krochen sie unmittelbar nach dem Pokaltriumph in Melsungen aus der Kassler Rothenbach-Halle. 70 Minuten lang, Verlängerung inklusive, ging es hin und her. Das schlaucht. Doch es bewirkt auch etwas Positives: Es schweißt zusammen. Denn genau an solchen Ergebnissen richtet sich eine Mannschaft auf, rückt noch enger zusammen. Gudmundur Gudmundsson, der Trainer der Löwen, weiß das. Er sagt: „Dieser Sieg war ganz, ganz wichtig. Er war toll für die Moral und eben auch nötig, um unser großes Ziel verwirklichen zu können: das Final-Four-Turnier in Hambug.“
Gudmundur Gudmundsson holte erst einmal tief Luft. „Das war Pokal pur“, meinte der Trainer der Rhein-Neckar Löwen, nachdem seine Mannschaft eine echte Nervenschlacht für sich entschieden hatte. Mit 12:17 lag der badische Handball-Bundesligist bei der MT Melsungen nach 36 Minuten zurück, doch am Ende bejubelten die Gelbhemden in der dritten Runde des DHB-Pokals einen 31:29-Erfolg nach Verlängerung. Als seine Mannschaft zu ertrinken drohte, warf Gudmundsson ihr in der Auszeit den Rettungsring zu. Entscheidend waren vier Faktoren.