An entspannte Bettruhe war nicht zu denken. Zu aufgedreht waren die Handballprofis der Rhein-Neckar Löwen und ihr Trainer Gudmundur Gudmundsson, zu viel Adrenalin hatten die Protagonisten nach dem Krimi in der Kasseler Rothenbachhalle in ihren Adern.
Mit einem Kraftakt haben die Rhein-Neckar Löwen im Wettbewerb um den deutschen Handball-Pokal auch die zweite schwere Auswärtshürde gemeistert. Der badische Bundesligist machte beim Liga-Konkurrenten MT Melsungen zunächst einen Fünf-Tore-Rückstand wett, rettete sich dann mit viel Dusel in die Verlängerung und behielt schließlich mit 31:29 (27:27, 12:13) die Oberhand. In der Runde davor hatten sich die Schützlinge von Trainer Gudmundur Gudmundsson beim TV Großwallstadt durchgesetzt.
Es bleibt dabei: Im DHB-Pokal spielen die Handballer der Rhein-Neckar- Löwen gern gegen den Bundesliga-Rivalen MT Melsungen. Auch im vierten Jahr in Folge warfen sie die Nordhessen aus dem Wettbewerb, allerdings knapp wie nie. Erst nach zehnminütiger Verlängerung behaupteten sich die Löwen mit 31:29 (12:13, 27:27).
Was für ein Krimi, was für eine Dramatik! Die Rhein-Neckar Löwen waren in der dritten Runde des DHB-Pokals schon auf der Verliererstraße, zeigten aber ein großes Kämpferherz und gewannen bei der MT Melsungen mit 31:29 (27:27, 12:13) nach Verlängerung.
Melsungen, ausgerechnet Melsungen. Insgeheim hatten die Handballer der Rhein-Neckar Löwen in der dritten Runde des DHB-Pokals auf eine Art Freilos gehofft, auf einen Gegner, den man im Vorbeigehen aus dem Wettbewerb jagt. Geworden ist es ein Hammerlos. Gegen ein intaktes Team, gegen einen unbequemen Gegner, der an einem guten Tag jeden ärgern kann.
Die Rhein-Neckar Löwen haben das Achtelfinale um den DHB-Pokal erreicht. Am Dienstagabend mussten sie dafür ein ganz hartes Stück Arbeit erledigen, dann war es nach einer wahren Nervenschlacht in einem Krimi mit Überlänge gepackt: Mit 31:29 (30:27/27:27/12:13) bezwangen die Badener die MT Melsungen nach Verlängerung und blieben damit auch im insgesamt vierten Pokal-Duell gegen die Nordhessen siegreich.
Zitter, zitter, knabber, knabber: Für die Handball-Fans der Rhein-Neckar Löwen besteht heute mal wieder erhöhte Fingernagel-Kau-Gefahr. In Melsungen geht’s um die Wurst, ans Eingemachte. Dort wollen die Badener die nächste Hürde im DHB-Pokal nehmen. Und dafür wird ein großer Anlauf nötig sein. Gudmundur Gudmundsson beurteilt die Lage ähnlich.
Beim reinen Blick auf die Fakten scheint den Rhein-Neckar Löwen gar nichts passieren zu können. In der dritten DHB-Pokal-Runde tritt der Handball-Bundesligist heute (19.45 Uhr) beim Ligarivalen MT Melsungen an. Schon in den vergangenen drei Spielzeiten trafen beide Klubs in diesem Wettbewerb aufeinander, drei Mal setzten sich die Gelbhemden durch.
„Wir wollen nach Hamburg”, sagte Uwe Gensheimer nach dem 30:25-Erfolg gegen Frisch Auf Göppingen am Samstag. „Nach Hamburg”, das ist den Handballern wie den Fußballern „Berlin”.
Der Trainer erwartet eine „ganz heiße Kiste“, der Kapitän fordert, von Beginn an „Leidenschaft auf die Platte zu bringen“: Bereits nach dem ersten Viertel dieser Saison steht für die Rhein-Neckar Löwen ein weiteres „Endspiel“ an. In der dritten Runde des DHB-Pokals gibt der badische Handball-Bundesligist heute (19.45 Uhr) beim furios gestarteten Liga-Konkurrenten MT Melsungen seine Visitenkarte ab.
Vor knapp zwei Wochen entführte die MT Melsungen beim 30:30 einen Bundesliga-Punkt aus der SAP ARENA. Am Dienstagabend kommt es um 19:45 Uhr in der Kasseler Rothenbach-Halle bereits zur Revanche. Dann geht es allerdings um den Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale.
Gleich zwei gute Nachrichten gab es nach dem Heimspiel der Rhein-Neckar Löwen gegen Frisch Auf Göppingen in der SAP ARENA zu vermelden: Erstens: Das Team von Trainer Guðmundur Guðmundsson sicherte sich mit einem 30:25 (17:14) beide Punkte. Zweitens: Bjarte Myrhol ist wieder zurück.