Halsschmerzen und Erkältungssorgen trüben etwas die Vorfreude von Slawomir Szmal auf das Champions League-Duell der Rhein-Neckar Löwen beim polnischen Meister KS Vive Targi Kielce am kommenden Sonntag, denn in seiner polnischen Heimat möchte der Löwen-Torhüter unbedingt fit auf dem Parkett stehen. Für einen Scherz war der Keeper trotzdem zu haben: „Ich habe schon 26 Freunde, die Karten bei mir bestellt haben und bis Sonntag werden wir die Halle in Kielce komplett besetzt haben.“
„Komm doch am Freitag mit nach Östringen“, fordert der TSV Deizisau seine Fans auf. Denn dort kommt es um 20:30 Uhr in der Baden-Württemberg Oberliga zum Aufeinandertreffen zweier Absteiger aus der Regionalliga Süd. Mit einer Bilanz von 2:8-Zählern ist für die Gäste noch Luft nach oben.
Mannheim. Die Handballprofis der Rhein-Neckar Löwen hatten es am späten Dienstagabend ziemlich eilig. „Ich habe jetzt Feierabend“, flachste Oliver Roggisch, als er durch die Katakomben der Mannheimer SAP-Arena schnurstracks zu seinem Auto auf dem Parkplatz marschierte. „So ein Spiel darf uns einfach nicht passieren – das ist für die Zuschauer nicht schön und macht auch uns keinen Spaß“, meinte der Abwehrspezialist des badischen Handball-Bundesligisten nach dem mühsamen 31:28 (14:13) gegen die engagiert zu Werke gehende Truppe des DHC Rheinland. Das einzige positive, so Roggisch weiter, sei die Tatsache, dass man diese Partie trotz einer äußerst mäßigen Vorstellung für sich entschieden habe. „In der vergangenen Saison hätten wir so ein Spiel wahrscheinlich verloren oder zumindest einen Punkt abgegeben“, sagte der Nationalspieler.
Mannheim. Gala-Vorstellungen in der Champions League wechseln sich bei den Rhein-Neckar Löwen derzeit mit etwas ungelenkeren Vorstellungen in der Bundesliga ab. Auch das unerwartet mühsame 31:28 gegen den Abstiegskandidaten DHC Rheinland passte da ins Bild, das bei den Löwen dann auch niemand rosarot übermalen wollte. „Wir hatten an diesem Tag kein besseres Ergebnis verdient“, ordnete Geschäftsführer Thorsten Storm das zähe Geschehen vor den 7000 Fans ein, Trainer Gudmundur Gudmundsson zeigte sich sogar „enttäuscht“ über den Auftritt seines Teams. „Das war kein schönes Erlebnis“, gab der Isländer wohl die Gefühlslage vieler Zuschauer wieder. Gegen den von der eigenen Lokalpresse jüngst noch als „Dormagener Hilflosen Club“ verspotteten DHC fehlten eher den Löwen die Ideen für einen klareren Sieg.
Mannheim. Es herrschte Katerstimmung bei den Löwen. Lange Gesichter sah man, Frustrierte überall. Egal, ob Spieler oder Verantwortliche, sie zerstreuten sich am Dienstagabend schnell in alle Himmelsrichtungen. Kaum einer kreuzte noch im Business-Club, oben in der zweiten Etage der SAP Arena auf. Kein Schlummertrunk, kein Mitternachts-Happen. Gestrichen, kurz und schmerzlos.
Mannheim. Vor der Partie gegen den DHC Rheinland hatte Gudmundur Gudmundsson, der Trainer der Rhein-Neckar Löwen, noch einen Pflichterfolg gefordert. Am Ende sah es beim 31:28 (14:13) dagegen lange Zeit nach einem Zittersieg aus. Vom Champions-League-Glanz gegen Chambéry war nichts zu spüren, aber immerhin blieben die Punkte in Mannheim. Die Löwen hatten schließlich auch schon Situationen erlebt, in denen es nicht ganz so glimpflich abging. „Dreizehn technisch Fehler – das war nicht schön anzusehen“, resümierte Gudmundsson und ging bereits in die Analyse: „Vielleicht ist das die Doppelbelastung. Aber egal, wir können nicht zufrieden sein.“
Mannheim. Durch einen mühsam erkämpften Heimsieg haben die Rhein-Neckar Löwen zumindest vorübergehend den zweiten Tabellenplatz der Handball-Bundesliga erobert. Die Auswahl von Trainer Gudmundur Gudmundsson setzte sich vor 7 025 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena mit 31:28 (14:13) gegen den DHC Rheinland durch. Bester Werfer der Badener war der norwegische Kreisläufer Bjarte Myrhol mit sechs Treffern.
MANNHEIM. Die Rhein-Neckar Löwen bleiben in der Spitzengruppe der Handball-Bundesliga. Das 31:28 (14:13) gegen den DHC Rheinland gestern Abend war jedoch nicht mehr als ein Arbeitssieg.
Es waren zwei Punkte über die sich keiner so richtig freuen wollte: Zwar behielten die Rhein-Neckar Löwen im dritten Ligaheimspiel der Saison mit 31:28 (14:13) erwartungsgemäß die Oberhand gegen den Abstiegskandidaten DHC Rheinland, machten sich jedoch zwei Tage nach dem Schützenfest in der Champions League gegen Chambery vor 7025 Zuschauern in der Mannheimer SAP Arena selbst das Leben schwer. Eine hohe Zahl von technischen Fehlern und eine schlechte Wurfquote bei den Gastgebern sorgten dafür, dass die frech aufspielenden Gäste aus Dormagen bis Mitte der zweiten Hälfte nahe dran waren an einer Überraschung. Die Pflichtaufgabe gegen den Tabellen-15. wurde somit am Ende zu einem mühevollen Arbeitssieg, bei dem sich die Löwen in der Schlussphase als das abgeklärtere Team präsentierten. Nach der Partie hat Radio Regenbogen mit Uwe Gensheimer und Grzegorz Tkaczyk gesprochen.
Mannheim. Die Hallen wechseln, die Wettbewerbe auch, doch an der Zielsetzung der Rhein-Neckar Löwen verändert sich nichts. Sie ist gleich, immer: Punkte müssen her. Gerade in der Bundesliga, gerade in der stärksten Handball-Liga der Welt. Dort, wo stets eine erhöhte Stolpergefahr herrscht. Egal gegen wen. Das zeigte sich gestern Abend einmal mehr.
Unerwartet schwer taten sich die Rhein-Neckar Löwen am Abend im Heimspiel gegen den DHC Rheinland. Ohne den Glanz der zurückliegenden Partien reichte es für die Truppe von Guðmundur Guðmundsson dennoch zu zwei Punkten. Vor 7.025 Zuschauern siegten die Badener mit 31:28 (14:13) und verbesserten sich in der Tabelle zumindest für 24 Stunden auf den zweiten Platz. Bjarte Myrhol war mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze der Löwen.
Eppelheim. Jesper Nielsen und Thorsten Storm standen in einem der schmalen Ausgänge zwischen den Tribünen der Rhein-Neckar-Halle. Genau dort, wo sich auch die Spieler durchzwängen, wenn sie die Kabine ansteuern. Seite an Seite, 60 Minuten lang, ohne Unterbrechung, verharrten die Ober-Löwen dort. Der eine links, der andere rechts. Verdeckt wurden sie durch eine Werbebande. Eigentlich waren nur die Gesichter zu erkennen.