Hamburg/Mannheim. Wenn sogar ein Isländer vom Norden die Nase voll hat, muss schon etwas Außergewöhnliches passiert sein. „Das reicht jetzt wirklich“, quittierte Gudmundur Gudmundsson das Ende der Rundreise zwischen Ostsee und Elbe mit einem gequälten Lächeln, denn auch der Trainer der Rhein-Neckar Löwen hatte sich die Tournee durch Flensburg, Kiel und Hamburg ganz anders vorgestellt. Zwei im Meisterschaftsrennen der Handball-Bundesliga vielleicht schon entscheidende Niederlagen; in der Königsklasse ebenfalls an die Grenzen gestoßen – Frust statt Handball-Lust hatten die Löwen mit im Gepäck nach Hause, wo bereits heute Abend (19.15 Uhr/SAP Arena) erneut der THW Kiel Gegner in der Champions League ist.
HAMBURG. Der Blick in den Norden stimmt die Rhein-Neckar-Löwen fast traditionsgemäß so trübe wie derzeit das Wetter dort ist. Drei Spiele, drei Niederlagen ist die jüngste Bilanz. Heute (19.15 Uhr, SAP-Arena) steht das nächste Treffen mit dem THW Kiel an. Diesmal in der Champions-League.
Kronau/Östringen. Am Ende war es wieder wie so oft in den Duellen mit den anderen Top-Teams: Die Rhein-Neckar Löwen hatten dem HSV Hamburg, dem Tabellenführer der Handball-Bundesliga, einen mehr als ebenbürtigen Kampf geliefert und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft in der Hamburger Arena. Allerdings standen die Schützlinge von Trainer Gudmundur Gudmundsson erneut mit leeren Händen da. „Wir wussten alle, dass es in Hamburg schwer werden würde und dass alles passen muss – aber wir sind für starke 55 Minuten wieder nicht belohnt worden“, klagt Löwen-Manager Thorsten Storm über die bittere 31:32(16:13)-Pleite in der Hansestadt und dem Abrutschen auf den fünften Tabellenplatz.
Heidelberg. Große Spiele werden von großen Spielern entschieden. Von welchen mit guten Nerven, mit dem Gespür für die richtige Aktion, für den alles entscheidenden Einfall. Sie machen den Unterschied, wenn es um die Wurst geht, können zum finalen Schlag ausholen. Den Rhein-Neckar Löwen fehlten sie am Mittwoch, diese Typen. In Hamburg, in der Crunch-Time, in den letzten beiden Minuten des Handball-Knallers gegen den HSV wurden sie schmerzlich vermisst: Keiner behielt den Überblick, alle verloren den Durchblick. Plötzlich wirkte das Rudel einfallslos, ja fast schon hilflos, nicht fähig, die „Big Points“ einzusammeln.
Die Rhein-Neckar Löwen zeigten beim HSV Hamburg eine tolle Leistung, standen am Ende aber dennoch mit leeren Händen da. Viel Zeit zum Trauern bleibt den Badenern aber zum Glück nicht, denn bereits am Freitag ist die Truppe von Guðmundur Guðmundsson wieder gefordert. In der Champions League treffen die Löwen auf den THW Kiel, der Anwurf in der SAP ARENA erfolgt um 19:15 Uhr. Restkarten gibt es noch an der Tageskasse.
Auch Thorsten Storm machte sich am Donnerstag enttäuscht auf die Rückreise nach Kronau. Der Löwen-Manager hatte sich eine Überraschung in Hamburg erhofft, trotz starker Leistung stand beim Tabellenführer HSV unter dem Strich jedoch eine 31:32-Niederlage. Warum er trotzdem glaubt, dass die Mannschaft gestärkt daraus hervorgehen kann, verrät er im Interview.
In der Baden-Württemberg-Oberliga kann die SG Kronau/Östringen II eine bisher durchaus positive Heimspielbilanz vorweisen. Mit 7:1-Punkten musste sie sich die beinahe weiße Weste lediglich durch eine Punkteteilung mit der HSG Langenau/Elchingen zu Beginn der Runde beschmutzen lassen, eine Niederlage auf eigenem Parkett blieb bisher aus. Und so soll es nach Möglichkeit auch weitergehen. Am besten schon am kommenden Sonntag.
Hamburg. 59:59 stand auf der Hallenuhr der Hamburger Arena. Und als Karol Bieleckis direkter Freiwurf über die Querlatte zischte, jubelten nur die 11 076 Fans in blauen Trikots. Mit 32:31 (13:16) hatte Tabellenführer HSV die Löwen noch auf der Zielgeraden abgefangen, wieder war es nichts mit den „Big Points“ gegen eine Spitzenmannschaft. Schlimmer noch: Die Badener haben nun schon fünf Zähler Rückstand auf den Primus und müssen sich nach zwei Liga-Niederlagen in Folge in Sachen Meisterschaft erst einmal wieder ganz hinten anstellen. Vorwerfen konnte man den Gelbhemden eigentlich wenig, aber das Ergebnis stimmte eben nicht. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben es nicht nach Hause gebracht. Das ist brutal enttäuschend“, brachte es Rechtsaußen Patrick Groetzki auf den Punkt.
Hamburg. Am Ende hing alles von Karol Bielecki ab. Der polnische Rückraumstar der Rhein Neckar-Löwen aber warf den finalen Freiwurf weit über das Tor – und die 11 000 Fans in Hamburg brachen in Jubel aus. Die Rhein Neckar-Löwen verloren gestern Abend trotz langer Führung das Spitzenspiel der Handball-Bundesliga beim HSV Hamburg mit 31:32 (16:13) und haben bei nun fünf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer kaum noch Chancen auf die Meisterschaft. Bester Werfer bei den Löwen war einmal mehr Linksaußen Uwe Gensheimer, der elf Mal traf und dennoch mit gesenktem Haupt die Halle verließ.
HAMBURG. Wieder nichts im Norden. Die Rhein-Neckar-Löwen unterlagen gestern Abend beim Spitzenreiter der Handball-Bundesliga, dem HSV Hamburg, nach 16:13-Pausenführung mit 31:32.
Heidelberg. Drei Spiele, drei Niederlagen. Die Wahrheit kann manchmal hart sein, richtig schmerzen. Das muss auch Jesper Nielsen, der mächtige Schmuckbaron, der Aufsichtsrats-Boss der Rhein-Neckar Löwen, dieser Tage erleben. Denn nach Flensburg und Kiel war nun auch Hamburg am Ende keine Reise wert für die Gelbhemden. In der Hansestadt setzte es gestern eine 31:32 (16:13)-Pleite gegen den HSV Hamburg. Aber eine ganz bittere: Die Löwen verkauften sich teuer, hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt. „Leider haben wir uns in der Schlussphase mal wieder selbst um den Sieg gebracht. Irgendwie wirkt es manchmal fast so, als ob wir Angst vor dem Gewinnen haben“, analysierte Löwen-Manager Thorsten Storm. Und das Reden fiel ihm schwer. Er sprach langsam, konnte und wollte seine Enttäuschung nicht verbergen.
Die Rhein-Neckar Löwen haben die dritte Niederlage in Folge kassiert: Nach den Negativerlebnissen in Flensburg und Kiel in der Champions League setzte es am Mittwochabend beim Tabellenführer HSV Hamburg eine 31:32 (16:13)-Pleite. Mit nun sieben Minuspunkten haben die Badener die Tabellenspitze der Bundesliga etwas aus den Augen verloren.