Mannheim. Die gefühlte Niederlage beim 30:30 gegen den THW Kiel vom Freitagabend wirkte bei Gudmundur Gudmundsson noch am Wochenende nach, doch der Trainer der Rhein-Neckar Löwen hatte die Rückschau gestern dann auch abgeschlossen. „Wir müssen uns schließlich schon auf die nächste Partie vorbereiten“, blickte der Isländer auf das erneute Aufeinandertreffen mit dem Titelverteidiger in der Liga am Mittwoch (20.45 Uhr, SAP Arena).
Mannheim. Die Tür blieb zu. Keiner kam mehr raus, keiner wollte mehr raus. Die Stimmung war im Keller nach diesem 30:30-Remis, nach der gefühlten Niederlage in der Königsklasse gegen Kiel. Die Rhein-Neckar Löwen verschanzten sich in der Kabine. Drin war es still, mucksmäuschenstill. Niemand brüllte, niemand fluchte. Jeder schien mit sich selbst beschäftigt zu sein, versuchte zu verarbeiten, was kaum zu verarbeiten ist. Es war wie ein Déjà vu-Erlebnis, ein Backflash. Gestern Hamburg, heute Kiel: Beide Male scheiterte man auf der Zielgeraden, belohnte sich nicht für einen starken Auftritt.
Mannheim. 15 Sekunden haben den Rhein-Neckar Löwen gefehlt, um in dieser Saison endlich den ersten Sieg im Duell mit einer Spitzenmannschaft einzufahren. Da der badische Handball-Bundesligist gegen den THW Kiel jedoch in den letzten sechs Spielminuten ohne eigenen Treffer blieb und Kiels Kreisläufer Milutin Dragicevic eiskalt verwandelte, musste sich die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson nach einer packenden Partie in der Champions-League-Vorrunde mit einem 30:30(17:14)-Remis gegen den Titelverteidiger zufrieden geben.
Mannheim. Es hätte sein können, aber es sollte nur halb sein. Die Rhein-Neckar-Löwen mussten sich gestern Abend nach teilweise klarer Führung mit einem 30:30 (17:14) gegen den THW Kiel begnügen. Die Kieler festigten damit ihre Führung in der Gruppe A der Handball-Champions-League.
Mannheim. Kopf nach unten, die Hände in den Hüften – es waren die Gesten von Verlierern, die nach dem Abpfiff im Lager der Rhein-Neckar Löwen nicht zu übersehen waren. Und das 30:30 (17:14) im Champions-League-Spitzenspiel der Gruppe A gegen den THW Kiel fühlte sich wohl tatsächlich wie eine Niederlage an. Über die gesamte Spielzeit führten die Löwen und dominierten den Titelverteidiger in der Königsklasse, doch sechs torlose Minuten in der Schlussphase brachten die Badener um den Lohn ihrer Arbeit – und Kiel 15 Sekunden vor Spielende zum Ausgleich. „Wir geben eben kein Spiel verloren“, jubelte Kiels überragender Filip Jicha (8/1), während Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson eingestand: „Am Ende waren wir einfach nicht gut genug und haben einen Punkt verschenkt.“ Mit dem Remis verteidigte der THW die Tabellenführung.
Mannheim. Ein Blick auf das Spielfeld reichte völlig aus, um das Ergebnis einzuschätzen. Jubelnde Zebras und tief enttäuschte Rhein-Neckar Löwen. Die einen tanzten, die anderen standen mit gesenkten Köpfen herum. Dabei hatten die Hausherren in der SAP Arena vor 12.337 Zuschauern keineswegs verloren. 30:30 (17:14) endete das Champions League-Handballspiel in der Vorrunden-Gruppe A zwischen den Löwen und dem Titelverteidiger. Eigentlich ein achtbares Ergebnis. Aber nur eigentlich. Denn die Löwen hatten bis in die letzten Minuten das Spiel im Griff, lagen immer in Führung – mit bis zu fünf Toren.
Es war ein Punktgewinn, der sich wie eine Niederlage anfühlte- Die Rhein-Neckar Löwen haben sich im heutigen Champions League-Heimspiel gegen den THW Kiel selbst um den Lohn gebracht und mussten sich am Ende mit einer Punkteteilung zufrieden geben. Obwohl das Team von Gudmundur Gudmundsson die Partie über weite Strecken hinweg dominierte und bis kurz vor Spielende durchgehend führte, gelang dem THW im Endspurt noch der Ausgleich zum 30:30.
Bis 30 Sekunden vor dem Ende schnupperten die Rhein-Neckar Löwen am Sieg über den THW Kiel. Am Ende reichte es für die Badener gegen die „Zebras“ zu einem 30:30 (17:14)-Remis in der Champions League gegen den aktuellen Titelträger. Mit 8:4-Zählern behalten die Löwen jedoch eine gute Ausgangsposition in der „Hammergruppe A“, verpassten aber die Möglichkeit, nach Punkten mit den Kielern gleichzuziehen.
Hamburg/Mannheim. Wenn sogar ein Isländer vom Norden die Nase voll hat, muss schon etwas Außergewöhnliches passiert sein. „Das reicht jetzt wirklich“, quittierte Gudmundur Gudmundsson das Ende der Rundreise zwischen Ostsee und Elbe mit einem gequälten Lächeln, denn auch der Trainer der Rhein-Neckar Löwen hatte sich die Tournee durch Flensburg, Kiel und Hamburg ganz anders vorgestellt. Zwei im Meisterschaftsrennen der Handball-Bundesliga vielleicht schon entscheidende Niederlagen; in der Königsklasse ebenfalls an die Grenzen gestoßen – Frust statt Handball-Lust hatten die Löwen mit im Gepäck nach Hause, wo bereits heute Abend (19.15 Uhr/SAP Arena) erneut der THW Kiel Gegner in der Champions League ist.
HAMBURG. Der Blick in den Norden stimmt die Rhein-Neckar-Löwen fast traditionsgemäß so trübe wie derzeit das Wetter dort ist. Drei Spiele, drei Niederlagen ist die jüngste Bilanz. Heute (19.15 Uhr, SAP-Arena) steht das nächste Treffen mit dem THW Kiel an. Diesmal in der Champions-League.
Kronau/Östringen. Am Ende war es wieder wie so oft in den Duellen mit den anderen Top-Teams: Die Rhein-Neckar Löwen hatten dem HSV Hamburg, dem Tabellenführer der Handball-Bundesliga, einen mehr als ebenbürtigen Kampf geliefert und waren über weite Strecken die bessere Mannschaft in der Hamburger Arena. Allerdings standen die Schützlinge von Trainer Gudmundur Gudmundsson erneut mit leeren Händen da. „Wir wussten alle, dass es in Hamburg schwer werden würde und dass alles passen muss – aber wir sind für starke 55 Minuten wieder nicht belohnt worden“, klagt Löwen-Manager Thorsten Storm über die bittere 31:32(16:13)-Pleite in der Hansestadt und dem Abrutschen auf den fünften Tabellenplatz.
Heidelberg. Große Spiele werden von großen Spielern entschieden. Von welchen mit guten Nerven, mit dem Gespür für die richtige Aktion, für den alles entscheidenden Einfall. Sie machen den Unterschied, wenn es um die Wurst geht, können zum finalen Schlag ausholen. Den Rhein-Neckar Löwen fehlten sie am Mittwoch, diese Typen. In Hamburg, in der Crunch-Time, in den letzten beiden Minuten des Handball-Knallers gegen den HSV wurden sie schmerzlich vermisst: Keiner behielt den Überblick, alle verloren den Durchblick. Plötzlich wirkte das Rudel einfallslos, ja fast schon hilflos, nicht fähig, die „Big Points“ einzusammeln.