Das Abschiedsspiel

MANNHEIM. Der Auswärts-Abschied der TSG Ludwigshafen-Friesenheim aus der Handball-Bundesliga geriet zum Lehrstück in Sachen Tempogegenstoß. Die Rhein-Neckar-Löwen gewannen vor 8677 Zuschauern in der SAP-Arena 38:26 (19:13) und verteilten anschließend Blumen an fünf zum Saisonende scheidende Akteure.

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Löwen stark im Derby

Mannheim. Ganz im Zeichen des Abschieds stand das letzte Heimspiel der Rhein-Neckar Löwen vor 8677 Zuschauern in der SAP Arena gegen den Nachbarn TSG Ludwigshafen-Friesenheim in der Handball-Bundesliga. Während sich bei den Hausherren fünf Spieler zum letzten Mal den heimischen Fans präsentierten, haben die Friesenheimer „Eulen“ nach ihrem letztjährigen Höhenflug eine Bauchlandung hingelegt und müssen der „Stärksten Liga der Welt“ Adieu sagen – sie standen bereits vor dem Derby als Absteiger fest – spielten beim 38:26 (19:13)_Sieg der Löwen zunächst aber munter mit und führten sogar bis Mitte der ersten Halbzeit, ehe sie dann einbrachen.

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Ein letztes Mal im Rampenlicht

Mannheim. Einige standen, andere saßen. Doch alle hatten eines gemeinsam: die Blickrichtung. Jeder starrte nach oben, visierte den gigantischen Videowürfel in der Mannheimer SAP Arena an. Dort lief am Mittwoch um kurz vor 22 Uhr ein Film. Ein kurzer, ein wehmütiger. Es war ein Zusammenschnitt, in dem fünf verdiente Rhein-Neckar Löwen die Hauptrolle spielten: Kasa Szmal, Gudjon Valur Sigurdsson, Grzegorz Tkaczyk, Olafur Stefansson und Marcus Rominger. Sie rückten ein letztes Mal im Ufo ins Löwen-Rampenlicht, wurden verabschiedet, geehrt für viele starke Handball-Minuten, die sie im gelben Dress auf die Platte gebracht hatten. Löwen-Manager Thorsten Storm freute sich über ein tolles Ambiente: „Es war eine sehr stilvolle Verabschiedung, die uns auch unsere Fans und Partner ermöglicht haben. Sie sind in der Halle geblieben und sorgten somit für den passenden Rahmen.“

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Das Puzzle fügt sich zusammen

Mannheim. Als lange nach dem 38:26 (19:13) gegen die TSG Friesenheim am späten Mittwochabend plötzlich auch noch Robert Gunarsson mit einem großen gelben Blumenstrauß durch die Katakomben der SAP Arena lief, wurde unter einigen Beobachtern bereits das Schlimmste befürchtet. Gab es doch noch einen weiteren Marschbefehl aus Kopenhagen? Doch die Entwarnung folgte zugleich, der isländische Kreisläufer half nur Landsmann Stefánsson beim Tragen und spielt auch in der nächsten Saison im Löwen-Trikot. „Alle die wir heute nicht verabschiedet haben, bleiben“, stellte Geschäftsführer Thorsten Storm nach dem letzten Heimspiel klar.

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Chance auf Platz drei gewahrt – Interviews

Im letzten Heimspiel der Saison feierten die Rhein-Neckar Löwen noch einmal ein Handballfest mit ihren Fans. Sie gewannen das badisch-pfälzische Derby gegen den Tabellenletzten TSG Friesenheim deutlich mit 38:26 (19:13) und dürfen damit vor der der letzten Partie der Ligarunde weiterhin auf einen Champions-League Platz hoffen. Um den begehrten dritten Tabellenplatz noch zu ergattern, braucht das Team von Gudmundur Gudmundsson am Samstag im letzten Saisonspiel in Lemgo einen Sieg und muss gleichzeitig auf einen Ausrutscher von Berlin in Magdeburg hoffen.

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Sigurðsson-Gala gegen Friesenheim

Die Rhein-Neckar Löwen haben das letzte Heimspiel der Saison gegen die TSG Friesenheim mit 38:26 (19:13) gewonnen und ihre Fans in der SAP ARENA noch einmal verwöhnt. Held des Abends war Guðjon Valur Sigurðsson, der beim letzten Auftritt vor den Löwenfans zehn Tore beisteuerte und wie vier Teamkollegen nach der Partie offiziell verabschiedet wurde.

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„Schmerz von Tag zu Tag größer“

Heidelberg. Es gibt Menschen, die muss man einfach mögen. Sie sind höflich, nett, ehrlich, zuvorkommend, bringen einfach alles mit, was man braucht um gemocht zu werden. Kasa Szmal, der Torhüter der Rhein-Neckar Löwen, ist so einer. Er ist quasi der Prototyp dieser Sorte Mensch. Was gerade in seiner Position, die eigentlich zum Abheben prädestiniert ist, nicht selbstverständlich ist. Szmal, 32, ist ein Weltstar, 2009 wurde der Pole zum besten Handballer überhaupt gekürt. Und das zu Recht: Seine Reflexe, sein Stellungsspiel, sein Auge – ein teuflisch guter Mix ist das. Für die Löwen steht er seit 2005 im Kasten. Doch seine Zeit im Badischen läuft ab. Im Sommer wechselt der Sympathieträger in seine polnische Heimat, heuert beim Spitzenklub Vive Kielce an. Im Vorfeld des heutigen Derbys gegen die TSG Friesenheim (20.15 Uhr, SAP Arena) nahm er sich nochmals Zeit für ein Interview mit der Rhein-Neckar-Zeitung.

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Gábor Ancsin wechselt zum SC Pick Szeged

Handball-Profi Gábor Ancsin schließt sich in der kommenden Saison dem ungarischen Vizemeister SC Pick Szeged an. Dort hat der 20-jährige Linkshänder einen Zwei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2013 unterschrieben. Ancsin war 2009 vom ungarischen Klub Dunaferr SE zu den Rhein-Neckar Löwen gewechselt und kam per Zweitspielrecht in der zweiten Liga bei der TSG Friesenheim zum Einsatz. Nach dem Aufstieg der Pfälzer trug der ungarische Zwei-Meter-Schlaks weiterhin das Trikot der „Eulen“.

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Löwen jagen weiter

Heidelberg. Für die Rhein-Neckar Löwen endete das Final Four in Köln feierlich. Na ja, zumindest für einen. Richtig: Gemeint ist Uwe Gensheimer, das Eigengewächs, der Liebling der badischen Fangemeinde. Der Kunstschütze mit dem „Gummi-Handgelenk“ wurde ausgezeichnet, belohnt für sage und schreibe 118 Tore, die er in dieser Champions-League-Saison erzielt hat. Besser war keiner: „Gensel“ ist Europas „Ballermann“ Nummer eins. Zur Belohnung gab es den „Goldenen Ball“. Hört sich bombastisch an, ist es aber nicht wirklich. Denn spätestens auf den zweiten Blick erkannte man, dass es sich eigentlich umeinen gewöhnlichen Handball handelt. Einen, den auch jeder der gefühlt 1.000 Journalisten, die in Köln im Einsatz waren, als Begrüßungsgeschenk überreicht bekam. Gut, er war gold-blau und nicht gelb-blau, aber sonst? Selbst die Marke war gleich. Thorsten Storm, der Manager der Löwen, fand’s zum Schmunzeln. Einen zitierfähigen Kommentar verkniff sich der Macher jedoch.

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„Jungs haben einen Schritt nach vorne gemacht“

Auf den Urlaub freuen sich bei den Rhein-Neckar Löwen alle Beteiligten. Schließlich neigt sich eine lange Saison ihrem Ende entgegen und in der Sommerpause wollen nun Spieler, Trainer und die Verantwortlichen ihre Akkus wieder auffüllen, um mit frischer Kraft in die Spielzeit 2011/12 starten zu können. In besonderem Maße gilt das für Guðmundur Guðmundsson, den Coach des Löwen-Rudels. Schließlich gilt der Isländer als Arbeitstier, der sich keine Ruhe gönnt, wenn er stattdessen den nächsten Gegner analysieren kann. Im September 2010 kam „Guðmi“ kurzfristig zum Traineramt bei den Badenern, als er auf Ola Lindgren folgte. Von da an gab es kaum einen freien Tag für den Coach, der seine Mannschaft immerhin in zwei Halbfinals führte. Wie er über sein erstes Jahr als Löwentrainer denkt, warum er noch keine Gedanken an den Urlaub im Sommer verschwendet und wie er im letzten Heimspiel gegen Friesenheim (Mittwoch, 20:15 Uhr) zum Erfolg kommen will, verrät er im Interview.

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Tormaschine Gensheimer – der Beste in Europa

Köln. Im Spiel um den dritten Platz gegen den HSV Hamburg (31:33) stand er nur noch wenig auf der Platte: Uwe Gensheimer hatte seinen Titel ohnehin schon sicher. Der Linksaußen der Rhein-Neckar Löwen ist der Torschützenkönig dieser Champions-League-Saison. Mit 118 Treffern gewann der Mannheimer diese Auszeichnung als erster Deutscher überhaupt.

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