Die Rhein-Neckar Löwen haben die Auswärtshürde beim TSV Hannover-Burgdorf souverän gemeistert. Die Truppe von Guðmundur Guðmundsson siegte bei den Niedersachsen mit 36:25 (17:6) und zeigte sich dabei vor allem in den ersten 30 Minuten hochkonzentriert.
In den nächsten vier bis sechs Wochen müssen die Rhein-Neckar Löwen aufgrund einer Knieoperation auf ihren Torhüter Slawomir Szmal verzichten. Für diesen Zeitraum heißt das Torhütergespann bei den Badenern Henning Fritz und Marcus Rominger. Der 38-jährige Rominger wurde letzte Woche als Backup-Keeper verpflichtet und trainiert seit Samstag bei den Löwen mit.
Mannheim. Zwischen dem 26:26 gegen Wetzlar in der Liga und dem 38:38 gegen Barcelona in der Champions League lagen gerade einmal sieben Tage. Hier Magerkost, dort Gala – und das gegen zwei Gegner, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Umso mehr muss die Rhein-Neckar Löwen mit Blick auf ihre Position in der Handball-Bundesliga dieser Punktverlust gegen die Mittelhessen im Nachhinein wurmen – und für die Partie heute Abend (20.15 Uhr) beim Vorletzten TSV Hannover-Burgdorf sollten die Badener gewarnt sein.
Heidelberg. (dh) Die Rhein-Neckar Löwen saßen gestern im Bus. Nach dem Mittagessen ging es los, ab nach Hannover, wo heute um 20.15 Uhr das Bundesliga-Duell gegen den TSV Hannover-Burgdorf auf dem Programm steht. „Dort müssen wir bestätigen, was wir gegen Barcelona gezeigt haben“, erklärt Manager Thorsten Storm, „welche Leistungen möglich sind, hat die erste Halbzeit verdeutlicht.“
Das Klassespiel der Rhein-Neckar Löwen gegen den FC Barcelona in der Champions League ist den Fans immer noch positiv im Gedächtnis, doch die Spieler können sich nicht länger damit beschäftigen. Schließlich steht am Mittwoch schon die nächste Aufgabe an und beim TSV Hannover-Burgdorf müssen die Schützlinge von Guðmundur Guðmundsson wieder erfolgreich in den Bundesliga-Alltag zurückfinden. Ab 20:15 Uhr wollen die Löwen in der AWD Hall zwei Punkte holen, um dem Tabellendritten Füchse Berlin auf den Fersen zu bleiben.
Mannheim. Das 38:38 der Rhein-Neckar Löwen gegen den FC Barcelona in der Champions League war gestern zwar schon wieder Geschichte, doch das Handball-Spektakel wirkte noch nach – vor allem auf der spanischen Halbinsel. Dort regte sich weiter der Zorn über das vermeintliche 39. Tor der Katalanen, das vom dänischen Schiedsrichtergespann Jens Nybo/Leig Poulsen allerdings keine Anerkennung fand.
Mannheim. Seine Augen leuchteten, seine Zähne blitzten. Jesper Nielsen lachte, glich einem Gute-Laune-Bär, während er am Sonntag die Kabine der Rhein-Neckar Löwen verließ und zurück ins Arena-Oval schlenderte. Er war kurz vor 18 Uhr, unmittelbar nach dem 38:38-Remis, dem gefühlten Sieg gegen den FC Barcelona. Irgendwie sah der Aufsichtsrats-Boss der Gelbhemden aus wie ein Spieler, als hätte er kurz zuvor selbst noch auf der Platte gestanden. Er trug Jeans, eine rote Trainingsjacke und Turnschuhe. Richtig sportlich, eben gar nicht so, wie man sich einen millionenschweren Schmuckbaron vorstellt. Und er hatte da auch noch eine Bitte, einen medialen Wunsch: „Seid nett zu den Jungs. Sie haben sich gute Schlagzeilen verdient.“
Kronau/Östringen. Ganz entspannt wartete Thorsten Storm (Foto: GES), der Manager der Rhein-Neckar Löwen, gestern auf Nachricht aus Wien. „Das ist eine Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter“, stellte Storm mit Blick auf das unumstößliche 38:38-Remis des badischen Bundesligisten am Sonntag im Champions-League-Gruppenspiel gegen den FC Barcelona klar. „Es ist kein Protest eingegangen und es wird auch keinen geben“, erklärte am Abend Markus Glaser, der Leiter der Abteilung Spielbetrieb bei der Europäischen Handball-Föderation (EHF), gegenüber dieser Zeitung und bestätigte so Storm in dessen Einschätzung. Nach Meinung der Katalanen hatte der letzte Wurf von Victor Tomas vor der Schlusssirene die Linie des Löwen-Tores überquert, die Referees hatten den Treffer jedoch nicht anerkannt. Barça-Coach Xavier Pascual hatte daraufhin angekündigt, Protest bei der EHF einlegen zu wollen.
Torhüter Slawomir Szmal von den Rhein-Neckar Löwen wurde am Montag in der Heidelberger Sankt Elisabeth Klinik am linken Knie operiert und wird den Badenern nun voraussichtlich vier bis sechs Wochen fehlen. Bei dem 32-jährigen Polen wurde nach anhaltenden Beschwerden ein Teil des Innenmeniskus entfernt.
Inspiration für das nächste Spitzenspiel suchte die Handball-Mannschaft der Rhein-Neckar Löwen am Donnerstag in der großen Staufer-Ausstellung der Reiss-Engelhorn-Museen. Vor der Champions League-Partie gegen den FC Barcelona am Sonntag in der SAP Arena besichtigten die Spieler die erfolgreiche Geschichtsschau und trafen dort auf frühe Abbilder ihres namengebenden Vereinsmaskottchens.
MANNHEIM. Welch ein Spiel, welche Spannung, welche Klasse! Die Rhein-Neckar-Löwen und der FC Barcelona Borges teilten sich gestern in der ausverkauften SAP-Arena mit 38:38 (22:17) die Champions-League-Punkte.
Mannheim. Sollte unter den Handball-Fans in der Region noch jemand Zweifel an der Wertigkeit der Champions League gehabt haben – nach dem 38:38 (22:17) der Rhein-Neckar Löwen gegen den FC Barcelona dürften diese seit gestern Nachmittag endgültig ausgeräumt sein. 76 Tore, eine Handball-Gala der Badener im ersten Durchgang, mit Uwe Gensheimer (15/5 Tore) ein überragender Einzelkönner und Dramatik bis in die letzten Sekunden – das Remis, mit dem die Löwen vor den begeisterten 13 200 Fans vorzeitig das Ticket für das Achtelfinale lösten, bot alles, was diesen Sport ausmacht. „Diesen Nachmittag werde ich nicht so schnell vergessen“, war selbst Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson beeindruckt – und der hat in seiner Karriere immerhin schon einiges erlebt.